Ein Garten in Norddeutschland

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Gehölze, Hecken, Gräser

Gärten sollten keine Ansammlung von "Lieblingspflanzen" oder "pflegeleichtem Grün" sein, sie brauchen eine Struktur, eine Einrichtung ähnlich eines Hauses.
Die meisten Bauherren verschieben die Anlage eines gestalteten Garten auf "später", so werden zunächst meist nur die Grundstücksgrenzen mit schnellwachsenden, möglichst immergrünen Gehölzen bepflanzt und die "Mitte" mit Rasen bestückt.
Diese Maßnahmen entsprechen in etwa dem Tapezieren des Hauses und dem Auslegen mit Teppichboden und den meisten Menschen reicht dies für die ersten Jahre.
Dann aber wird umgestaltet, da entweder das "Gärtnergen" die Oberhand gewonnen hat oder einfach der Anblick der ersten, doch recht trostlosen Anlage, nicht mehr ertragen wird. Vielleicht hat sich auch der Geschmack oder die Ansicht über die Gartenarbeit geändert?
Wie es so bei der Gestaltung eines Gartens zugehen kann, habe ich vor einiger Zeit hier aufgeschrieben. Nun soll es ausschließlich um die Gestaltung der "Wände" des Gartens gehen.
Bei den kleinen Grundstücken der heutigen Zeit braucht es eine Abgrenzung zum Nachbarn, nur in sehr ländlichen Gebieten kann man noch große Gärten sehen, die ineinander übergehen.



Sehr beliebt sind akkurat geschnittene Hecken, bei ausreichendem Budget werden gern Eibenhecken, vorzugsweise Taxus baccata, gesetzt. Bei exaktem Schnitt bildet die Eibe nach einigen Jahren eine geschlossene, immergrüne Wand.
rechts: freiwachsende, ungeschnittene Taxus baccata


Gleich danach rangiert die Hainbuche als Heckenpflanze, Hecken aus Carpinus betulus wachsen recht sparrig und bedürfen eines zweimaligen Schnittes im Laufe des Jahres. Im Winter sehen sie meiner Meinung nach unschön aus.

Sehr beliebt sind Hecken aus Liguster. Ligustrum vulgare, vorzugweise die Art Atrovirens da diese auch im Winter viel ihres Laubes behält.
links: freiwachsende, ungeschnittene Ligustrum vulgare Atrovirens



Berberis thunbergii, vorzugsweise die Art Atropurpurea, eignet sich geschnitten für niedrige undurchdringliche Hecken, freiwachsend werden diese Sträucher recht breit.
rechts: freiwachsende, ungeschnittene Berberis thunbergii Atropurpurea


Immergrün, großlaubig, aber nicht immun gegen Frostschäden zeigt sich Prunus laurocerasus Herbergii.

Wenn nicht zu streng geschnitten wird, kann man sich auch an reizenden, leicht duftenden Blüten erfreuen. Die Sorte Herbergii gilt als die z.Zt. winterhärteste Selektion der Lorbeerkirsche.
links: freiwachsende, ungeschnittene Prunus laurocerasus Herbergii





Eine locker wachsende Hecke aus Spiraea x vanhouttei ist im Mai ein wahres Blütenmeer und ein Anziehungspunkt für Bienen. Da diese Art einen radikalen Rückschnitt nach der Blüte verträgt, kann so eine Hecke auch eine "Gartenwand" dekorieren.

Die Auswahl an immergrünen oder laubabwerfenden Heckenpflanzen ist sehr umfangreich, sicher findet jeder etwas für seinen Geschmack.
Die Standortansprüche der meisten Heckenpflanzen sind gering, auf eine Dinge sollte man achten: gibt es an der Grundstücksgrenze Straßenbäume (Linde, Kastanie etc.) sollte man auf Liguster, Spirea etc. dort verzichten, Berberis und vor allen Dingen Taxus baccata kommen mit den Wurzeldruck und der Nahrungs- und Wasserkonkurrenz der Straßenbäume gut zurecht.



In unserem Garten gibt es nur zwei formal geschnittene Hecken, erst im Oktober 2013 wurde an der Straße entlang, die Ligusterhecke, die unter den Straßenbäumen (Linden) sehr gelitten hatte, durch eine Eibenhecke ersetzt.

Eine Ligusterhecke verdeckt den Wäscheplatz des Mietshauses zu unserem Privatweg, zum Privatgarten hin wird der Platz durch eine Hecke aus der Moschata-Hybride Mozart abgegrenzt.


Unsere Vorlieben für die "grünen Wände" des Gartens liegen etwas anders, was auch auf die Größe des Gartens zurückzuführen ist.




Eine dieser Vorlieben sind freiwachsende Hecken aus Blütensträuchern.


Forsythia ovata

Viburnum opulus, Futterstelle für Seidenschwänze auf ihrem Zug in den Süden.

gefüllter Schneeball, Viburnum opulus Rosea

Viburnum rhytidophyllum, immergrüner Schneeball

Syringa microphylla superba

Syringa vulgaris alba

Syringa vulgaris

Buddleja alternifolia

Buddleia davidii White Profusion

Deutzia scabra Candissima

Hibiscus Lady Ashley

Hecke aus Hibiscus syriacus Blue Bird

Physocarpus opotifolius Diabolo

Corylus avellana Contorta mit Taxus fastigiata

Amelanchier laevis

unbekannte Rhododendron-Hybride
Dieser Aufzählung könnte ich noch einige Sträucher aus unserem Garten hinzufügen, aber wir haben ja noch eine Vorliebe der "Wandbekleidung im Garten", die Kombination von Ramblern mit Clematis an Zäunen.
Dafür haben wir stabile 180 cm hohe Holzpfosten gesetzt und Wildschutzzaun daran befestigt.
Der dünne, aber feste Draht des Wildschutzzaunes ist ideal für die Ranken der Clematis und die Maschen sind groß genug um Ramblertriebe hinein zu flechten.
Hier ist natürlich, ebenso wie bei der freiwachsenden Blütenhecke, auf eine gute Vor- bzw. Unterpflanzung zu achten. Während die Blütenhecke mit Hosta, Epimedium, Vancouveria hexandra etc. unterpflanzt sind, haben wir uns bei den "Kletterhecken" hauptsächlich für Gräser entschieden.
Zunächst möchte ich einige der verwendeten Rosen und Clematis vorstellen.
Die zunächst vorgestellt Wand hat eine Länge von ca. 20 m und eine Tiefe von 80 cm. Unterpflanzt wurde dieser Streifen mit Campanula poscharskyana, darin eingestreut Zwiebelblumen, Phlox und Hemerocallis.
siehe auch Zaun Fahrweg

ein Ausschnitt aus der Kletterhecke am Fahrweg

Verschlungen: Bobby James und Windermere

La Perle

Weetwood

Silver Moon

Rosenfest

Coporal John Nagy

Commandant Beaurepaire

Clematis alpina Pink Flamingo

Clematis alpina Willy in der Abendsonne

Clematis Hybride Duchesse of Edinburgh

Clematis Hybride Matilda

Clematis Hybride Ville de Lyon

Clematis integrifolia Miranda

Clematis macropetala

Clematis macropetala Lagoon

Clematis triternata rubromarginata

Clematis viticella Etoile violette

Clematis Hybride Soedertalje

Hier muss etwas dauerhaft verdeckt werden, deshalb Lonicera henryi


Die zweite "grüne Wand" ist 25 m lang und führt zunächst schmal am Teich entlang um sich dann zu der freiwachsenden Hecke auf der Südseite des Grundstücks zu erweitern.
Am Teich entlang stehen in der Tiefe ca. 100 cm Pflanzfläche zur Verfügung, danach bis zu 400 cm als Übergang in weitere Rabatten. siehe auch Ostzaun


American Pillar

Darlow's Enigma

Debutante

Felicité et Perpetué

eine Fundrose aus dem Wald Goreckis Waldrose>/i>

Himmelsstürmer

Leverkuse

Malvern Hills

Mini Eden Rose

Alden Biesen

Centifolia à Fleur Double Violettes, Vorpflanzung

Aicha, Vorpflanzung

Clematis alpina Blue Princesse

Clematis Hybride Multiblue

Clematis macropetala Rosy O'Grady

Clematis macropetala White Lady

Clematis montana angeblich Rosebud

Clematis montana Tetra Rose

Clematis triternata Tranquility

Clematis viticella Alba Luxurians

Clematis viticella Rosea

Clematis Hybride Niobe

Clematis Hybride The President

Arundo donax

Calamagrostis x acutiflora Overdam

Deschampsia cespitosa Bronzeschleier

Miscanthus sinensis Prof Richard Hansen

Miscanthus sinensis Silberfeder

Miscanthus sinensis Silberturm

Miscanthus giganteus Aksel Olson

Miscanthus giganteus Jubilar


Während Clematis und Rambler im Winter die meisten Blätter verlieren, sehen die Halmhorste der Gräser auch im Winter sehr attraktiv aus und verdecken den Wildzaun.

Vor allen Dingen Arundo donax inspiriert mich dazu, es den alten Römern nach zumachen, die in ihren Sommerhäusern in Pompeji und Herculaneum am Golf von Neapel vielfach ihre Gärten auf Fresken in den Räumen fortsetzten.
Es den Senatoren und Konsulen des römischen Reiches nach zu machen und den Garten bildlich im Haus fortzusetzen, wäre sicher ein Versuch wert.
Die Fresken in Heraculaneum und Pompeji wurden 79 n.C. durch den Ausbruch des Vesuvs teilweise unwiederbringlich verloren, nur wenige Teile konnten restauriert werden.

© Christiane Frost 4.4.2016



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