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Regenwasser

Die Installation einer Regenwasseranlage macht bei großen zu bewässernden Gartenflächen durchaus Sinn. Weitere Nutzungsmöglichkeiten sind Toilettenspülung und Waschmaschine.
Für die Gartenbewässerung ist Regenwasser anerkannt besser als Leitungswasser.
Damit man diesen Vorteil richtig nutzen kann, muss die Größe des Regenwassertanks richtig auf den Ertrag und den Verbrauch an Regenwasser ausgelegt sein. Die projizierte Dachfläche * der durchschnittlichen Niederschlagsmenge pro Jahr ergibt den Ertrag.

Der Wasserbedarf lässt sich recht gut aus den Richtwerten für die Gartenbewässerung und evtl. Nutzung für Toilettenspülung sowie den Verbrauch der Waschmaschine errechnen.
Über den richtigen Standort des Regenwassertanks entscheiden Kriterien wie Erreichbarkeit mit Bagger und Kran, ist ein Anschluss an den Kanal in der Nähe oder muss eine Versickerung vorgesehen werden? Können die Rohre, die das Regenwasser vom Dach zur Zisterne bringen einfach und mit dem richtigen Gefälle verlegt werden? Ist die Zisterne nahe genug am Haus, damit Pumpe und Nachspeisung einwandfrei funktionieren? ... Für den Fall, dass die Zisterne bei längeren Trockenperioden leerläuft, braucht man eine Nachspeiseeinrichtung vorzugsweise aus einem Hausbrunnen. Will man das Regenwasser nicht nur zur Bewässerung des Gartens nutzen, sind gesetzliche Vorschriften über den Anschluss von Regenwasseranlagen an das Trinkwassernetz zu beachten.
Direkte Verbindungen zwischen Regen- und Trinkwassernetz z.B. mit einem Verbindungsschlauch sind aus Hygienegründen verboten. Sämtliche Regenwasserleitungen und Zapfstellen sind als solche zu kennzeichnen.

Grundsätzlich sollte man für Regenwasserleitungen nur Kunststoffrohre verwenden, da das Regenwasser sauer sein kann. Bei der Verlegung im Freien ist darauf zu achten, dass die Rohre frostfrei verlegt werden und im Winter entleert werden können.

Der Bau eines unterirdischen Regenwassertanks lässt sich am einfachsten bei einem Neubau gleich mit dem Kelleraushub anlegen, ein nachträglicher Einbau ist ein sehr großer Aufwand, da große Teile des Gartens in Mitleidenschaft gezogen werden.

Da wir zwei Gartenbrunnen haben, verwenden wir Regenwasser zum Gießen mit der Kanne, denn es ist selten erforderlich, dass alle Pflanzen im Garten durchdringend gewässert werden müssen, gezieltes Gießen ist gerade in sehr heißen, trockenen Perioden im Sommer effektiver. Statt das Regenwasser einfach über eine Sickergrube versickern zu lassen, haben wir eine Art Zwischenspeicher angelegt. Dazu wurde ein Betonring mit einem Durchmesser von 100 cm und einer Höhe von 100 cm bodeneben in eine Grube, die mit einer Schicht (80 cm) groben Kieses ausgelegt wurde, eingebaut.
Da wir das Regenwasser aber nicht einfach versickern lassen wollten, haben wir auf den im Boden eingebauten Ring einen weiteren Betonring (Höhe 100 cm) eingesetzt.


In den Boden des oberen Ringes wurde ein Loch mit einem Durchmesser von 6 cm gebohrt, dort hinein kam ein Rohr, das soweit eingeschoben wurde, das ein Überlaufen des oberen Ringes nicht möglich ist.
Die Regenrohre des Hausdaches wurden zusammengefasst und dann oben in den Betonring geleitet.
Anschließend wurde der sichtbare Teil des Betonringes mit gebrochenen Porphyr Steinen, verlegt mit frostbeständigen Fliesenkleber und Fugenmörtel verkleidet.
Das ist eine ganz individuelle Lösung für eine Speicherung von ca. 600 l Regenwasser.
Wichtig ist, das bei einem offenen Regenwasserbehälter eine Sicherung für Kleinkinder vorhanden ist (Baustahldrahtgitter) und was für uns auch sehr wichtig war: einen Ausstieg für Amphibien zu ermöglichen, dafür genügt ein dicker Ast.
Solcher Anstrengungen und Vorsichtsmaßnahmen bedarf es nicht, wenn man sich für eine industriell gefertigte Regentonne entscheidet. Mittlerweile findet man bei großen Bau und Garten Portalen (u.a. bei Benz24) viele unterschiedliche Designs, die sich unauffällig in den Garten einfügen.

Für nicht ins Auge springende Ecken im Garten, z.B. an bzw. hinter der Garage, am Holzschuppen etc. genügt durchaus die einfache Variante von Regentonnen, Hauptsache der Gärtner kann ausreichend Regenwasser sammeln.
Bei der Anzucht von Pflanzen aus Samen ist das weiche Regenwasser unerlässlich.

© Christiane Frost 2015-01-17 21:59:36